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Nein.

Und jetzt das ABER ;-)
Ist z.B. ein Golf ein Sportwagen? Eher nicht....und trotzdem jagen viele mit solchen Mittelklasseautos über die Nordschleife. Und das sicher auch mit viel Spaß an der Sache.
Oder braucht man zum Sport treiben unbedingt den 200 Euro teueren High-End-Turnschuh....oder tuts auch einer fürn Fuffi?

OK...worauf ich hinaus will dürfte klar sein - also genug mit dem Geschwafel: Die DRZ ist als Funbike konzipiert. Was allerdings nicht heißt, dass man sie nicht auch recht sportlich über einen engen Kurs jagen kann. Das funktioniert sogar besser als manch einer denkt.
Einschränkungen muss man sicherlich in Kauf nehmen. Wie der preisgünstigere Turnschuhe bietet auch die DRZ nicht die gleiche Performance wie beispielsweise die Racing-Schwester, die RMZ 450....oder diverse SMR-Modelle. Ist ja auch logisch.
Bis auf eine handvoll Kleinigkeiten sind die größten Unterschiede bei der Motorleistung, der Bremsleistung und des Fahrwerks zu finden (also eigentlich fast überall ;-))
Aber schmälert das den Spaß für einen Neuling im Supermoto-Zirkus?

Jedoch nicht nur Neulinge fahren die DRZ. Viele entscheiden sich bewusst für die kleine Zette. Denn ein Nicht-Racing-Bike zu sein, bringt ebenso viele Vorteile mit sich und macht den gelben Eintopf zur universell einsetzbaren Funmoto mit Straßenzulassung und einem erprobten, sehr robusten und wartungsarmen Motor.

Aber zurück zur Rennstrecke. Es gibt also keinen wirklichen Grund, warum man das nicht auch mit einer DRZ angehen könnte. Ich versiche: das macht selbst mit einer Serienmaschine riesig Spaß! Den kann man dann nach und nach (oder aber von vornerein) steigern, indem man die Schwachstellen der Zette optimiert.

Angefangen bei sinnvollem Sturzschutz bis hin zum Motortuning. Schärfere Nockenwellen, BigBore-Kits, Flachschiebervergaser, offene Auspuffanlagen... Es gibt hier einige Firmen, die den Supermotos so richtig auf die Sprünge helfen. Die bekannteste Schmiede ist hier sicherlich ABP Racing, die drei Tuning-Stufen für die Suzuki bereithält.
Die Bremse ist im Serienzustand für die Straße ausreichend. Die Beanspruchung auf dem Rundkurs ist aber deutlich höher. Ebenso verhält es sich mit dem Fahrwerk. Je nach Kampfgewicht kann da schon mal eine stärkere Feder nötig sein.

Die Reifen sind sicher ein großes Thema für sich. Die originalen Dunlops D208 SM sind nicht schlecht. Aber es gibt bessere. Dazu zählen für mich vor allem die Michelin Pilot Power (hinten in 160/60). Grippen deutlich besser, vor allem bei Nässe, und halten trotzdem länger.

Über Tuning und sonstigen Modifikationen will ich mir hier gar nicht den Mund fusselig reden. Das steht alles schon geschrieben. Wer sich für die DRZ dann im Speziellen interessiert, guckt, sucht und fragt am besten im DRZ-Forum.

Fazit: Das größte Potenzial fürs Tuning befindet sich nunmal AUF dem Motorrad. Und da ist es zunächst egal, ob ein Bike 40, 50 oder 60 PS hat. Seinen eigenen Fahrleistungen zu verbessern, automatisierte Bewegungsabläufe zu trainieren und eins mit dem Motorrad zu werden wie es so schön heißt. Das kann man nahezu mit jedem Motorrad machen.
OK, ganz ehrlich: ne RMZ würde mich natürlich auch reizen. Aber ich kann noch nicht mal das Potenzial der DRZ ausreizen....da käme mir das mit der RMZ ein bisschen wie Perlen vor die Säue vor. Aber vielleicht ändert sich das ja mal. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt :-)

Ich kann an der Stelle nur raten, sich - falls noch nicht geschehen - mal zu einem Training oder Lehrgang anzumelden. Auch mit der DRZ. Eine der besten Gelegenheiten für DRZ-Fahrer bietet sich wohl beim jährlichen Forumstreffen am Harzring. Alle Infos bekommt ihr wie immer im Forum. Oder ihr sprecht mich direkt an :-)

///// Markus Napieralla © 2008 /////